- positive Abhängigkeit
- individuelle Verantwortungsübernahme
- direkte Interaktion
- soziale Fähigkeiten
- Evaluation u. Reflexion durch die Gruppe
Überlegen Sie, ob bzw. inwiefern Sie diese fünf Elemente in unserem eAustausch einsetzen, wenn Sie mit Ihren Tutees kooperativ arbeiten. Was begünstigt Ihrer Meinung nach die Umsetzung, was behindert sie? Johnson & Johnson beziehen sich in Ihrem Text auf kooperatives Lernen in Präsenz-Situationen. Worin sehen Sie die Besonderheiten in netzgestützten Lernszenarien?
Bei der kooperativen Arbeit mit unseren Tutees würde ich nahezu alle fünf Elemente einsetzen. Fraglich ist für mich, inwiefern Element 2, die „individuelle Verantwortungsübernahme“, (nach der „jedes Mitglied einer Gruppe dafür verantwortlich ist, die Lernleistungen der Gruppe zu erbringen und unter Beweis zu stellen“), umgesetzt werden soll. Meiner Meinung nach ist unser Projekt „Städte vorstellen“ so arbeitsteilig angelegt, dass jedes Gruppenmitglied dafür verantwortlich ist, seine persönliche Lernleistung zu erbringen, d.h. seine ausgewählte Stadt am besten zu präsentieren.
zu Element 1: Da das gemeinsame Ziel die Erstellung des Projekts ist, wird eine Verbundenheit zwischen den Gruppenmitglieder bereits während der gemeinsamen Planung und Festlegung der Gegenstände erreicht. In unserem Fall entwickelte sich die Idee im Voice-Chat als auch im Blog, wodurch ein allgemeines Interesse der Gruppe bekundet wurde, Verbesserungen anzustreben.
zu Element 3: Auf Grund der Entfernung werden wir uns wohl nur über Skype in eine face-to-face-interaction begeben können. Aber auch durch das gegenseitige Austauschen unserer Email-Adressen und der baldigen Einrichtung unseres Projekt-Gruppenblogs wird eine Nähe untereinander hergestellt werden.
zu Element 4: Zu den Social Skills muss man sich vor dem Umgang mit chinesischen Gruppenmitgliedern besondere Gedanken um die Kommunikation mit der fremden Kultur machen, da dort völlig andere Gesprächskonventionen herrschen. Beispielsweise könnte ein „Nein“ in einer höflichen Ablehnung auf eine chinesische Aufforderung als face-threatening-act gesehen werden.
zu Element 5: Eine Bewertung der Projektergebnisse sollte bereits während dem Projekt stattfinden. Hierbei stelle ich mir vor, dass wir die Tutees fragen werden, ob es ihnen recht wäre, wenn wir mögliche Fehler in ihren Zwischenergebnissen korrigieren.
Ich denke auch, dass im Prinzip alle fünf Elemente in unserem e-Austausch zum Tragen kommen und stimme Kathrins Meinung zu.
Element 1 findet sich bei uns in der gemeinsamen Projektarbeit wieder. Dadurch, dass bei unserem „Städte vorstellen-Projekt“ jeder einen ganz bestimmten Teil, nämlich das Vorstellen einer festgelegten Stadt, übernommen hat, sind alle voneinander abhängig, insofern als das am Ende alle erarbeiteten Teile zu einem Ganzen zusammengefügt werden. Das soll natürlich auch bedeuten, dass sich die Gruppenmitglieder in einem ständigen Austausch befinden und gegenseitig unterstützend und helfend zur Seite stehen.
Element 2 meint in unserem Fall, dass jeder am Ende seines Projekts seinen erarbeiteten Teil einbringen muss. Es besteht also für kein Gruppenmitglied die Möglichkeit sich von der Projektarbeit zurückzuziehen und sich „auszuruhen“, da am Ende jeder dafür verantwortlich ist, das die Arbeit mit einer guten Präsentation positiv abgeschlossen werden kann.
Element 3: Wie Kathrin schon beschrieben hat, ist es aufgrund der großen Distanz zwischen Tutoren und Tutees nur mit den digitalen Medien, wie z.B. voice-chat per skype und mit web-cam möglich eine face-to-face-interaction mit den Lernern zu haben.
Element 4: Ich denke auch, dass man sich, bevor die Kommunikation mit den ausländischen Lernern und die gemeinsame Arbeit an einem Projekt beginnt, unbedingt über kulturelle Unterschiede zwischen dem Land der Tutees und dem eigenen Land informieren sollte. Das zeigt Interesse und kann unter Umständen Missverständnisse oder ein „falsches Verhalten“ verhindern. Ich denke auch, dass im Prinzip bei jeder Form der Gruppenarbeit soziale Fähigkeiten gefragt sind. In unserem Fall wird natürlich ins Besondere die Kommunikation zwischen Studenten zweier verschiedener Länder gefördert.
Element 5: Ich denke auch, dass es von Vorteil ist, den tutees während der Projektarbeit immer wieder ein feedback in Bezug auf ihre Arbeit zu geben. Ich könnte mir auch vorstellen, dass dies auch bei den Tutees erwünscht ist, da eventuelle Unsicherheiten somit einfach geklärt werden können. Natürlich werden wir dies aber vorher in unserer Gruppe genau absprechen.