Verlauf des elektronischen Praktikums

Februar 12, 2009

Thesen zum kooperativen Lernen

Einsortiert unter: Uncategorized — hanna1301 @ 10:22 am

Kooperatives Lernen mit digitalen Medien…

- setzt voraus, dass sich alle Teilnehmer auf die Arbeit in Gruppen einlassen und versuchen, sich gleich stark einzubringen, damit ein gemeinsames Ziel erreicht werden kann.

- bedeutet auch, das Arbeiten in der Gruppe und für die Gruppe mit dem eigenen Lernen zu koordinieren.

- bringt neue Erfahrungen in Bezug auf technische Möglichkeiten mit sich.

Dezember 11, 2008

Eigene Thesen zu kooperativem Lernen mit digitalen Medien

Einsortiert unter: Onlinemodul — Tags: — kathrin226 @ 4:46 pm

Kooperatives Lernen mit digitalen Medien im Elektronischen Praktikum…

1. …ermöglicht, dass jedes Gruppenmitglied einen eigenen Beitrag leisten muss um das Gruppenziel, die Präsentation eines Projekts, zu erreichen.

2. Um individuelle Verantwortungsübernahme der Gruppenmitglieder herzustellen, würde es sich anbieten, dass sich jeder dazu verpflichtet während der Arbeitsphase hin und wieder die bisher erzielten Ergebnisse zu präsentieren.

3. Vor Beginn des kooperativen Lernprozesses sollten sich die Lernenden kennengelernt haben (wenn nicht persönlich, dann zumindest in einer mündlichen oder schriftlichen Kommunikationssituation).

Dezember 1, 2008

Kooperatives Lernen mit digitalen Medien im Spannungsfeld von Autonomie und Steuerung

Einsortiert unter: Onlinemodul — Tags: — kathrin226 @ 4:51 pm

Versuchen Sie, die verschiedenen Szenarien kooperativen Lernens auf einem Kontinuum von offen bzw. wenig gesteuert bis stark gesteuert im Hinblick auf die Gestaltung der Lernumgebung (Gestaltung der Aufgaben, Betreuung durch die Lehrenden etc.) darzustellen. Beziehen Sie in Ihre Überlegungen auch das Elektronische Praktikum!

Wiki = wenig gesteuert

  • mit anderen Lernern kreative Texte verfassen; Seiten im Internet selbst gestalten; andere Autoren kennen lernen, mit ihnen kommunizieren u. gemeinsam an Texten arbeiten; Geschichten lesen, die andere DaF-Lerner aus aller Welt geschrieben haben
  • Lehrerhandbuch gibt eine Einführung in die Arbeit mit der Interaktiven Schreibwerkstatt im Wiki-Web; nützliche Tipps für den Unterricht, Lehrer gestaltet untersch. Schreibaufgaben

E-Mail Tandem = wenig gesteuert bis stark gesteuert (Entscheidung über zu gestaltende Lernumgebung liegt beim Lerner)

  • Lerner lernt, die Fremdsprache besser zu verstehen u. sich in ihr besser auszudrücken (in einer echten Schreib- oder Redesituation); Lerner bestimmt selbst was er wann u. wieviel er lernen will, abhängig davon, welche Ziele er mit eTandem verfolgt
  • Vorschläge u. Erfahrungsberichte bzgl. der Frage wie eTandem in die vorhandenen Curricula integriert werden kann liegen für verschiedene Länder u. Institutionen vor; mehrere Möglichkeiten, eTandem in den Unterricht zu integrieren werden genannt

Die Lerner lernen hier nicht mit nicht authentischen Lehrbuchtexten, da sie sich in einer „echten“ Kommunikationssituation mit ihrem eTandem-Partner befinden. Außerdem können sie etwas üer aktuelle Geschehnisse und kulturelle Besonderheiten  im Land der Zielsprache erfahren. Die inhaltliche Gestaltung der eTandem-Kommunikation ist also meist sehr offen und nicht stark gesteuert.

Blog = gesteuert

  • bei Moodle organisierte Aaron Patric Campbell mit den Lernern wöchentliche Aufgaben, die das Erstellen von Blogs, Leseverstehen, Schreibfertigkeiten, Wortschatz- und Grammatikarbeit, Bearbeitung usw. beinhalteten

Speziell in Hinblick auf das Elektronische Praktikum gibt es aber auch ungesteurte Aspekte im Blog, was sich z.b. darin zeigt, dass über zahlreiche verschiedene Themen frei und freiwillig im Gruppenblog gesprochen wird.

E-Mail-Klassenpartnerschaften = stark gesteuert

  • eine Lerngruppe kommuniziert schriftlich mit Gleichaltrigen, z.B. in den USA, Kanada, Australien o. Großbritannien auf Englisch o. Deutsch, wenn die Partnerklasse DaF lernt; Kommunikation ist themengebunden u. findet in einem vorher festgelegten Zeitrahmen mit einem inhaltlichen Schwerpunkt statt; Texte werden per Internet an die elektronische Partnerschule geschickt
  • Lehrer organisert dieses Szenario selbst u. muss vorher Themen, Koordination, Zeitrahmen, Methoden u. Arbeitsformen festlegen; Lerner werden betreut u. sind an der Steuerung des Lernprozesses maßgeblich beteiligt (s. 10 goldene Regeln zur Organisation)

Kooperatives Lernen und Gruppenarbeit

Einsortiert unter: Onlinemodul — Tags: — kathrin226 @ 4:47 pm

Halten Sie die Unterscheidung der Tabelle, (in der ein eher traditionelles Verständnis von Gruppenarbeit dem kooperativen Lernen recht plakativ gegenüber gestellt wird), für gerechtfertigt bzw. welche Unterschiede halten Sie für gerechtfertigt, welche nicht?

  • gerechtfertigte Unterschiede:

Abhängig von der Lehrerpersönlichkeit gibt es tatsächlich Lehrer, die nur zur Abwechslung Gruppenarbeit durchführen.

Tatsächlich erfolgt die Gruppenzuweisung oft nach Zufall oder Sympathie.

Auch stimmt es, dass nur manche Gruppenmitglieder arbeiten und andere sich unterhalten, wenn der Lehrer sich zurücklehnt und sich nicht um die Arbeitsgruppen kümmert. Deshalb muss er durch den Klassenraum gehen, seine Präsenz zeigen und sich um den Lernprozess seiner Schüler kümmern.

  • ungerechtfertigte Unterschiede:

Es sind nie „meist sechs Schülerinnen und Schüler pro Gruppe“.

Zu plakativ ist weiterhin die Aussage, „es gibt keine Vorbereitung für die gemeinsame Arbeit“. Selbst ein träger Lehrer ohne Unterrichtsplan wird die Gruppenarbeit so anleiten, dass der Arbeitsauftrag erledigt werden kann.

Die Tatsache, dass es zunehmend lauter im Raum wird, ist normal und kann vom Lehrer reguliert werden.

Es wird immer Gruppen geben, die schneller eine Aufgabe gelöst haben als andere, wenn es sich um heterogene Lerngruppen handelt. Hierbei kann der Lehrer die Gruppen so einteilen, dass leistungsschwache mit leistungsstarken Schülern zusammenarbeiten.

Um zu vermeiden, dass der leistungsstarke Schüler die Ergebnisse vorträgt, kann der Lehrer jedem Gruppenmitglied eine gesonderte Aufgabe zuordnen, die er zu erfüllen hat und die individuell bewertet wird. Somit wird dem guten Schüler die Angst davor genommen, dass er für die anderen mitarbeiten muss.

Um die Gruppe während des Vortrags zu beteiligen, können Zwischenfragen und Einwände erlaubt werden. Dies kann aber auch als störend empfunden werden. „Die Ergebnisse sind häufig mäßig“ ist eine völlig unzutreffende Aussage.

Fünf Elemente kooperativen Lernens

Einsortiert unter: Onlinemodul — Tags: — kathrin226 @ 4:42 pm
  1. positive Abhängigkeit
  2. individuelle Verantwortungsübernahme
  3. direkte Interaktion
  4. soziale Fähigkeiten
  5. Evaluation u. Reflexion durch die Gruppe

Überlegen Sie, ob bzw. inwiefern Sie diese fünf Elemente in unserem eAustausch einsetzen, wenn Sie mit Ihren Tutees kooperativ arbeiten. Was begünstigt Ihrer Meinung nach die Umsetzung, was behindert sie? Johnson & Johnson beziehen sich in Ihrem Text auf kooperatives Lernen in Präsenz-Situationen. Worin sehen Sie die Besonderheiten in netzgestützten Lernszenarien?

Bei der kooperativen Arbeit mit unseren Tutees würde ich nahezu alle fünf Elemente einsetzen. Fraglich ist für mich, inwiefern Element 2, die „individuelle Verantwortungsübernahme“, (nach der „jedes Mitglied einer Gruppe dafür verantwortlich ist, die Lernleistungen der Gruppe zu erbringen und unter Beweis zu stellen“), umgesetzt werden soll. Meiner Meinung nach ist unser Projekt „Städte vorstellen“ so arbeitsteilig angelegt, dass jedes Gruppenmitglied dafür verantwortlich ist, seine persönliche Lernleistung zu erbringen, d.h. seine ausgewählte Stadt am besten zu präsentieren.

zu Element 1: Da das gemeinsame Ziel die Erstellung des Projekts ist, wird eine Verbundenheit zwischen den Gruppenmitglieder bereits während der gemeinsamen Planung und Festlegung der Gegenstände erreicht. In unserem Fall entwickelte sich die Idee im Voice-Chat als auch im Blog, wodurch ein allgemeines Interesse der Gruppe bekundet wurde, Verbesserungen anzustreben.

zu Element 3: Auf Grund der Entfernung werden wir uns wohl nur über Skype in eine face-to-face-interaction begeben können. Aber auch durch das gegenseitige Austauschen unserer Email-Adressen und der baldigen Einrichtung unseres Projekt-Gruppenblogs wird eine Nähe untereinander hergestellt werden.

zu Element 4: Zu den Social Skills muss man sich vor dem Umgang mit chinesischen Gruppenmitgliedern besondere Gedanken um die Kommunikation mit der fremden Kultur machen, da dort völlig andere Gesprächskonventionen herrschen. Beispielsweise könnte ein „Nein“ in einer höflichen Ablehnung auf eine chinesische Aufforderung als face-threatening-act gesehen werden.

zu Element 5: Eine Bewertung der Projektergebnisse sollte bereits während dem Projekt stattfinden. Hierbei stelle ich mir vor, dass wir die Tutees fragen werden, ob es ihnen recht wäre, wenn wir mögliche Fehler in ihren Zwischenergebnissen korrigieren.

Ich denke auch, dass im Prinzip alle fünf Elemente in unserem e-Austausch zum Tragen kommen und stimme Kathrins Meinung zu.

Element 1 findet sich bei uns in der gemeinsamen Projektarbeit wieder. Dadurch, dass bei unserem „Städte vorstellen-Projekt“ jeder einen ganz bestimmten Teil, nämlich das Vorstellen einer festgelegten Stadt, übernommen hat, sind alle voneinander abhängig, insofern als das am Ende alle erarbeiteten Teile zu einem Ganzen zusammengefügt werden. Das soll natürlich auch bedeuten, dass sich die Gruppenmitglieder in einem ständigen Austausch befinden und gegenseitig unterstützend und helfend zur Seite stehen.

Element 2 meint in unserem Fall, dass jeder am Ende seines Projekts seinen erarbeiteten Teil einbringen muss. Es besteht also für kein Gruppenmitglied die Möglichkeit sich von der Projektarbeit zurückzuziehen und sich „auszuruhen“, da am Ende jeder dafür verantwortlich ist, das die Arbeit mit einer guten Präsentation positiv abgeschlossen werden kann.

Element 3: Wie Kathrin schon beschrieben hat, ist es aufgrund der großen Distanz zwischen Tutoren und Tutees nur mit den digitalen Medien, wie z.B. voice-chat per skype und mit web-cam möglich eine face-to-face-interaction mit den Lernern zu haben.

Element 4: Ich denke auch, dass man sich, bevor die Kommunikation mit den ausländischen Lernern und die gemeinsame Arbeit an einem Projekt beginnt, unbedingt über kulturelle Unterschiede zwischen dem Land der Tutees und dem eigenen Land informieren sollte. Das zeigt Interesse und kann unter Umständen Missverständnisse oder ein „falsches Verhalten“ verhindern. Ich denke auch, dass im Prinzip bei jeder Form der Gruppenarbeit soziale Fähigkeiten gefragt sind. In unserem Fall wird natürlich ins Besondere die Kommunikation zwischen Studenten zweier verschiedener Länder gefördert.

Element 5: Ich denke auch, dass es von Vorteil ist, den tutees während der Projektarbeit immer wieder ein feedback in Bezug auf ihre Arbeit zu geben. Ich könnte mir auch vorstellen, dass dies auch bei den Tutees erwünscht ist, da eventuelle Unsicherheiten somit einfach geklärt werden können. Natürlich werden wir dies aber vorher in unserer Gruppe genau absprechen.

November 14, 2008

Umgang mit Fehlern

Einsortiert unter: Onlinemodul — Tags: — kathrin226 @ 7:44 pm

Aufgabe 9: Wie würden wir uns in Situation 1 oder Situation 2 verhalten?

Situation 1: Vorschlag: Ich würde dem DaF-Lerner die Mail korrigiert als Anhang zurückschicken. Dabei würde ich alle Fehler korrigieren, bis auf die Wörter mit ä, ü, ö, weil diese Buchstaben nicht auf seiner Tastatur zu finden sind und er sie richtig gebraucht (ae, ue, oe).

Begründung meines Verhaltens:

Bei dem ersten Beispiel würde ich schon versuchen weitestgehend alle Fehler zu korrigieren, da der Lerner extra darauf hinweist, dass er sein Deutsch verbessern und meine Hilfe dafür in Anspruch nehmen möchte.

Situation 2: Vorschlag und Begründung meines Verhaltens:

In dieser Situation scheint die Korrektur vom Tutee sehr gut angenommen zu werden. Ich denke jedoch, dass Tutees und Tutoren vorher vereinbaren sollten, ob eine Korrektur im Chat erwünscht ist oder nicht. Ich könnte mir vorstellen, dass es einige Lerner auch stören würde und sie sich in der spontanen Kommunikationssituation gehemmt fühlen.

Ein Störfall der besonderen Art

Einsortiert unter: Onlinemodul — Tags: — kathrin226 @ 7:40 pm

Aufgabe 8: Welche Tipps bzw. Anregungen können wir aus dem Text übernehmen oder adaptieren? Was fällt uns dazu möglicherweise noch ein? Können die im Text aufgeführten Strategien zur Motivation in unserem Austausch eingesetzt werden und wenn ja, inwiefern?

Motivationsfördernde Maßnahmen

Um „das Steuer noch herumzureißen“ bevor ein Lerner aus dem Unterrichtsgeschehen aussteigt, könnten wir den Versuch unternehmen, über Skype mit ihm zu telefonieren.

Struktur: Da unsere Lerner im Laufe der Online-Phase gerade mit beiden Fragen „Wo stehen wir?“ und „Wo wollen wir hin?“ beschäftigt sind, haben wir währende des Voice-Chats gemeinsam versucht, Antworten zu finden. Die chinesischen Deutschlerner sind mit dem bisherigen Verlauf ihres Lernprozesses sehr zufrieden. Sie waren sehr aufgeregt, Deutsch zu sprechen. Im Hinblick auf unser Projekt haben wir uns auf ein Thema festlegen können, das alle Projektbeteiligten interessiert.

Ich stimmte Kathrin voll und ganz zu und denke auch, dass das Intersse aller an einem Thema schon mal die beste Voraussetzung für eine gemeinsame Projektarbeit ist und für eine klare Struktur in Hinblick auf die Frage „wo wollen wir hin?“ sorgt.

Abwechslung: Was die Abwechslung betrifft denke ich, dass es von den Lernern sicherlich positiv aufgenommen wird, wenn unterschiedliche Medien auftauchen. Das weckt Neugier und lässt keine Langeweile aufkommen. Besondes motivierend wirkt auf die Lerner sicherlich auch die relativ freie Auswahl von Projektthemen und die freie Wahl der Präsentationsmittel. So wird niemandem etwas „aufgezwungen“ und abwechslungsreiche Präsentationen der verschiedenen Gruppen sind zu erwarten.

Erfolge: Ein Schmunzeln oder ein anerkennender Blick des Lehrenden lässt sich über Emoticons darstellen. Während des Skypens wurde unserer Meinung nach die Motivation unserer Tutees durch unsere anerkennenden und lobenden Worte enorm gesteigert. Die Lerner fanden es „Sehr schade.“, dass die Kommunikation zum Seminarende hin beendet werden musste. Beidseitiges Interesse wurde für die Fortsetzung des Gesprächs im Seminarblog bekundet. Wenn dann ein Tutee den Kommentar „Wir haben glaub ich wirklich ein beeindruckendes Gespräch geführt“, scheint die Motivation der Lerner sehr hoch zu sein.

Ich denke auch, dass unsere Tutees gerade in einer Chatsituation, egal ob Voice-Chat oder Standard-Chat einige positive Erfahrugen mit der Fremdsprache erhalten. Das Erfolgserlebnis besteht u.a. darin, zu erkennen, dass das Hauptziel, warum man eine Sprache lernt, (nämlich mit anderen in dieser Sprache kommunizieren zu können) bereits erreicht wurde und nun stetig verbessert werden kann.

Probleme und Störfälle

Einsortiert unter: Onlinemodul — Tags: — kathrin226 @ 7:34 pm

Aufgabe 7: Wie würden Sie sich in den folgenden Situationen verhalten?

  1. Ein Lerner meldet sich ständig zu Wort, antwortet z.B. immer gleich auf jeden Forumsbeitrag.
  2. Ein Lerner meldet sich gar nicht zu Wort.
  3. Ein Lerner sucht den Dialog nur mit Ihnen.

1. An der Situation, dass sich ein Online-Lerner ständig zu Wort meldet, kann es sich nur dann um ein Problem oder einen Störfall handeln, wenn die Lerner in Gruppenarbeit mit den Lehrenden kommunizieren. Sollte der Fall eintreten, dass anderen Lernern die Möglichkeit genommen wird, auch einmal „unvorbelastet“ auf einen Beitrag zu reagieren, könnte der Lehrer den motivierten Erstschreiber freundlich darauf aufmerksam machen, seinen Mitlernern die Chance zu geben, zuerst zu antworten. Sich ständig meldende Lerner müssen immer dann ausgebremst werden, sobald sich die Lerngruppe zurückzieht und sich auf der Verlässlichkeit der Erstantworten ausruht.

2. Wenn sich ein Lerner gar nicht zu Wort meldet, muss man beharrlich alle möglichen Kommunikationskanäle nutzen um den Lerner zu erreichen.

3. Sollte ein Lerner den Dialog nur mit mir suchen, bedankt man sich für das Interesse an seiner Person und weist zugleich auf Beiträge anderer Kommunikationsteilnehmer hin. Wenn dem Lerner bewusst wird, dass an dem Austausch mehrere Personen beteiligt sind, deren gemeinsames Interesse darin besteht, zusammen zu arbeiten, wird er sicherlich Kontakt zum Rest der Gruppe aufnehmen.

In Bezug auf Situation 1, in der sich ein Lerner ständig zu Wort meldet und immer gleich auf jeden Forumsbeitrag antwortet, stimme ich Kathrins Einschätzung zu. Grundsätzlich ist es ja als posititv zu werten, wenn ein Lerner so engagiert ist und sehr zeitnah auf Forumsbeiträge reagiert, jedoch dürfen dabei die anderen Gruppenteilnehmer nicht zu sehr in den Hintergrung geraten und es sollte darauf geachtet werden, dass sie sich auch im Forum einbringen. Falls ihnen dies, aufgrund des etwas zu engagierten Gruppenmitglieds, nicht möglich zu sein scheint, würde ich den „Störfall“ per E-Mail kontaktieren und ihn freundlich (dezent) auf das Problem hinweisen.

In der zweiten beschriebenen Situation würde ich ebenfalls versuchen per E-Mail den Lerner zu erreichen. Falls dies nicht wirkt würde ich auch andere Kommunikationslkanäle, wie z.B. den Chat verwenden, um mit ihm in ein Gespräch zu kommen.

Falls das, was in Situation 3 beschrieben ist eintreten sollte, würde ich dem Lerner zeigen, dass ich sehr an der dialoghaften Kommunikation interessiert bin, aber ihn zugleich darauf Aufmerksam machen, dass es auch Spaß machen kann, auf Beiträge anderer im Forum zu reagieren. Ich würde versuchen ihm zu erklären, dass eine eventuell bestehende Angst davor, Fehler zu machen, ihn nicht daran hindern sollte. Schließlich ist er ja nicht der einzige, der die Sprache nicht perfekt beherrscht und Fehler gehören sozusagen zu Erlernen einer Sprache dazu.

November 7, 2008

Projektthemen

Einsortiert unter: Projekt — Tags: — hanna1301 @ 12:33 pm

- Landeskunde Deutschland vs. HK mit Einbindung

    der folgenden Bereiche:

- Essen, Politik, Geographie (Bevölkerung)

November 3, 2008

Die Rolle von Online-Lehrenden

Einsortiert unter: Onlinemodul — Tags:, , — kathrin226 @ 2:44 pm

Aufgabe 3: Was halten Sie von der Beschreibung der vier Prototypen? Gibt es Überschneidungen mit den in Aufgabe 2 von Ihnen selbst reflektierten Rollen? Glauben Sie, dass sich die Rolle von Online-Lehrenden von der Rolle Lehrender in Präsenzsituationen unterscheidet? Falls ja, in welchen Punkten, und falls nein, weshalbe nicht?

Ich finde die Beschreibungen der vier Prototypen gut nachvollziehbar und kann mir vorstellen, dass sie in etwa so auch in der Praxis anwendbar sind, wobei es dabei sicherlich auch Überschneidungen der vier Typen gibt. Zwischen den vorgestellten Prototypen und den „selbstreflektierten Rollen“ aus Aufg.2 gibt es bei mir Überschneidungen. So habe ich eine mögliche Rolle als „Berater“ bezeichnet, was sich mit der Definition des „Experten“ aus den vier vorgestellten Prototypen deckt. Die Rolle des „Wissensvermittlers“ habe ich in meinen Überlegungen als eine Art „klassischer Lehrer“ bezeichnet, dessen Hauptaufgabe eben darin besteht, bestimmte Lerninhalte zu vermitteln und zu überprüfen. Generell sollte die jeweilige Rolle des Lehrenden u.a. an das Niveau der betreffenden Online-Lernergruppe angepasst sein. Es stellt sich z.B. die Frage, wie vertraut die Gruppe mit der Nutzung der digitalen Medien ist. Ich denke, dass sich die Rolle von Online-Lehrenden durchaus von der Rolle Lehrender im Präsenzunterricht unterscheidet, da es immer etwas anderes ist, wenn die Schüler dem Lehrenden direkt gegenüber sitzen, als nur online präsent sind. Der Lehrende kann z.B. viel besser auf die Reaktionen der Schüler eingehen, kann z.B. anhand von Gestik und Mimik erkennen, ob etwas nicht verstanden wurde etc. und direkt ohne lange Verzögerungen darauf reagieren.

Auch ich halte die Beschreibung der vier Prototypen für nachvollziehbar. Meine Überlegungen in Aufgabe 2 haben ergeben, dass ich mich als Lehrender im Präsenzunterricht sowohl als Pädagoge, Fachexperte und Betreuer betrachte. Überschneidungen zu den vier Prototypen sehe ich beim Fachexperten, auf den die Beschreibungen des Wissensvermittlers und Experten passen. Insgesamt überwiegt aber meine Meinung, dass sich die Rolle von Online-Lehrenden definitiv sehr von der Rolle Lehrender in Präsenzsituationen unterscheidet. Weitere Unterschiede, ergänzend zu Hannas Beitrag, sind beispielsweise, dass das elektronische Betreuen eines Tutees nicht ort- und zeitabhängig ist, Inhalte nicht durch den Lehrplan bestimmt werden und die Lehrsituation eine genauere Beobachtung der Lernprozesse eines einzelnen Tutees erlaubt. Im Präsenzunterricht hingegen bereitet man seine Unterrichtsstunden inhaltlich und zeitlich strukturiert vor und ist daran interessiert, dass 30 Schüler denselben Lernprozess so durchlaufen, dass sie möglichst leistungsdifferenziert arbeiten.

Ältere Artikel »

Theme: Silver is the New Black. Bloggen Sie auf WordPress.com.

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.