Verlauf des elektronischen Praktikums

November 14, 2008

Umgang mit Fehlern

Einsortiert unter: Onlinemodul — Schlagworte: — kathrin226 @ 7:44 nachmittags

Aufgabe 9: Wie würden wir uns in Situation 1 oder Situation 2 verhalten?

Situation 1: Vorschlag: Ich würde dem DaF-Lerner die Mail korrigiert als Anhang zurückschicken. Dabei würde ich alle Fehler korrigieren, bis auf die Wörter mit ä, ü, ö, weil diese Buchstaben nicht auf seiner Tastatur zu finden sind und er sie richtig gebraucht (ae, ue, oe).

Begründung meines Verhaltens:

Bei dem ersten Beispiel würde ich schon versuchen weitestgehend alle Fehler zu korrigieren, da der Lerner extra darauf hinweist, dass er sein Deutsch verbessern und meine Hilfe dafür in Anspruch nehmen möchte.

Situation 2: Vorschlag und Begründung meines Verhaltens:

In dieser Situation scheint die Korrektur vom Tutee sehr gut angenommen zu werden. Ich denke jedoch, dass Tutees und Tutoren vorher vereinbaren sollten, ob eine Korrektur im Chat erwünscht ist oder nicht. Ich könnte mir vorstellen, dass es einige Lerner auch stören würde und sie sich in der spontanen Kommunikationssituation gehemmt fühlen.

Ein Störfall der besonderen Art

Einsortiert unter: Onlinemodul — Schlagworte: — kathrin226 @ 7:40 nachmittags

Aufgabe 8: Welche Tipps bzw. Anregungen können wir aus dem Text übernehmen oder adaptieren? Was fällt uns dazu möglicherweise noch ein? Können die im Text aufgeführten Strategien zur Motivation in unserem Austausch eingesetzt werden und wenn ja, inwiefern?

Motivationsfördernde Maßnahmen

Um “das Steuer noch herumzureißen” bevor ein Lerner aus dem Unterrichtsgeschehen aussteigt, könnten wir den Versuch unternehmen, über Skype mit ihm zu telefonieren.

Struktur: Da unsere Lerner im Laufe der Online-Phase gerade mit beiden Fragen “Wo stehen wir?” und “Wo wollen wir hin?” beschäftigt sind, haben wir währende des Voice-Chats gemeinsam versucht, Antworten zu finden. Die chinesischen Deutschlerner sind mit dem bisherigen Verlauf ihres Lernprozesses sehr zufrieden. Sie waren sehr aufgeregt, Deutsch zu sprechen. Im Hinblick auf unser Projekt haben wir uns auf ein Thema festlegen können, das alle Projektbeteiligten interessiert.

Ich stimmte Kathrin voll und ganz zu und denke auch, dass das Intersse aller an einem Thema schon mal die beste Voraussetzung für eine gemeinsame Projektarbeit ist und für eine klare Struktur in Hinblick auf die Frage “wo wollen wir hin?” sorgt.

Abwechslung: Was die Abwechslung betrifft denke ich, dass es von den Lernern sicherlich positiv aufgenommen wird, wenn unterschiedliche Medien auftauchen. Das weckt Neugier und lässt keine Langeweile aufkommen. Besondes motivierend wirkt auf die Lerner sicherlich auch die relativ freie Auswahl von Projektthemen und die freie Wahl der Präsentationsmittel. So wird niemandem etwas “aufgezwungen” und abwechslungsreiche Präsentationen der verschiedenen Gruppen sind zu erwarten.

Erfolge: Ein Schmunzeln oder ein anerkennender Blick des Lehrenden lässt sich über Emoticons darstellen. Während des Skypens wurde unserer Meinung nach die Motivation unserer Tutees durch unsere anerkennenden und lobenden Worte enorm gesteigert. Die Lerner fanden es “Sehr schade.”, dass die Kommunikation zum Seminarende hin beendet werden musste. Beidseitiges Interesse wurde für die Fortsetzung des Gesprächs im Seminarblog bekundet. Wenn dann ein Tutee den Kommentar “Wir haben glaub ich wirklich ein beeindruckendes Gespräch geführt”, scheint die Motivation der Lerner sehr hoch zu sein.

Ich denke auch, dass unsere Tutees gerade in einer Chatsituation, egal ob Voice-Chat oder Standard-Chat einige positive Erfahrugen mit der Fremdsprache erhalten. Das Erfolgserlebnis besteht u.a. darin, zu erkennen, dass das Hauptziel, warum man eine Sprache lernt, (nämlich mit anderen in dieser Sprache kommunizieren zu können) bereits erreicht wurde und nun stetig verbessert werden kann.

Probleme und Störfälle

Einsortiert unter: Onlinemodul — Schlagworte: — kathrin226 @ 7:34 nachmittags

Aufgabe 7: Wie würden Sie sich in den folgenden Situationen verhalten?

  1. Ein Lerner meldet sich ständig zu Wort, antwortet z.B. immer gleich auf jeden Forumsbeitrag.
  2. Ein Lerner meldet sich gar nicht zu Wort.
  3. Ein Lerner sucht den Dialog nur mit Ihnen.

1. An der Situation, dass sich ein Online-Lerner ständig zu Wort meldet, kann es sich nur dann um ein Problem oder einen Störfall handeln, wenn die Lerner in Gruppenarbeit mit den Lehrenden kommunizieren. Sollte der Fall eintreten, dass anderen Lernern die Möglichkeit genommen wird, auch einmal “unvorbelastet” auf einen Beitrag zu reagieren, könnte der Lehrer den motivierten Erstschreiber freundlich darauf aufmerksam machen, seinen Mitlernern die Chance zu geben, zuerst zu antworten. Sich ständig meldende Lerner müssen immer dann ausgebremst werden, sobald sich die Lerngruppe zurückzieht und sich auf der Verlässlichkeit der Erstantworten ausruht.

2. Wenn sich ein Lerner gar nicht zu Wort meldet, muss man beharrlich alle möglichen Kommunikationskanäle nutzen um den Lerner zu erreichen.

3. Sollte ein Lerner den Dialog nur mit mir suchen, bedankt man sich für das Interesse an seiner Person und weist zugleich auf Beiträge anderer Kommunikationsteilnehmer hin. Wenn dem Lerner bewusst wird, dass an dem Austausch mehrere Personen beteiligt sind, deren gemeinsames Interesse darin besteht, zusammen zu arbeiten, wird er sicherlich Kontakt zum Rest der Gruppe aufnehmen.

In Bezug auf Situation 1, in der sich ein Lerner ständig zu Wort meldet und immer gleich auf jeden Forumsbeitrag antwortet, stimme ich Kathrins Einschätzung zu. Grundsätzlich ist es ja als posititv zu werten, wenn ein Lerner so engagiert ist und sehr zeitnah auf Forumsbeiträge reagiert, jedoch dürfen dabei die anderen Gruppenteilnehmer nicht zu sehr in den Hintergrung geraten und es sollte darauf geachtet werden, dass sie sich auch im Forum einbringen. Falls ihnen dies, aufgrund des etwas zu engagierten Gruppenmitglieds, nicht möglich zu sein scheint, würde ich den “Störfall” per E-Mail kontaktieren und ihn freundlich (dezent) auf das Problem hinweisen.

In der zweiten beschriebenen Situation würde ich ebenfalls versuchen per E-Mail den Lerner zu erreichen. Falls dies nicht wirkt würde ich auch andere Kommunikationslkanäle, wie z.B. den Chat verwenden, um mit ihm in ein Gespräch zu kommen.

Falls das, was in Situation 3 beschrieben ist eintreten sollte, würde ich dem Lerner zeigen, dass ich sehr an der dialoghaften Kommunikation interessiert bin, aber ihn zugleich darauf Aufmerksam machen, dass es auch Spaß machen kann, auf Beiträge anderer im Forum zu reagieren. Ich würde versuchen ihm zu erklären, dass eine eventuell bestehende Angst davor, Fehler zu machen, ihn nicht daran hindern sollte. Schließlich ist er ja nicht der einzige, der die Sprache nicht perfekt beherrscht und Fehler gehören sozusagen zu Erlernen einer Sprache dazu.

November 7, 2008

Projektthemen

Einsortiert unter: Projekt — Schlagworte: — hanna1301 @ 12:33 nachmittags

- Landeskunde Deutschland vs. HK mit Einbindung

    der folgenden Bereiche:

- Essen, Politik, Geographie (Bevölkerung)

November 3, 2008

Die Rolle von Online-Lehrenden

Einsortiert unter: Onlinemodul — Schlagworte: , , — kathrin226 @ 2:44 nachmittags

Aufgabe 3: Was halten Sie von der Beschreibung der vier Prototypen? Gibt es Überschneidungen mit den in Aufgabe 2 von Ihnen selbst reflektierten Rollen? Glauben Sie, dass sich die Rolle von Online-Lehrenden von der Rolle Lehrender in Präsenzsituationen unterscheidet? Falls ja, in welchen Punkten, und falls nein, weshalbe nicht?

Ich finde die Beschreibungen der vier Prototypen gut nachvollziehbar und kann mir vorstellen, dass sie in etwa so auch in der Praxis anwendbar sind, wobei es dabei sicherlich auch Überschneidungen der vier Typen gibt. Zwischen den vorgestellten Prototypen und den „selbstreflektierten Rollen“ aus Aufg.2 gibt es bei mir Überschneidungen. So habe ich eine mögliche Rolle als „Berater“ bezeichnet, was sich mit der Definition des „Experten“ aus den vier vorgestellten Prototypen deckt. Die Rolle des „Wissensvermittlers“ habe ich in meinen Überlegungen als eine Art „klassischer Lehrer“ bezeichnet, dessen Hauptaufgabe eben darin besteht, bestimmte Lerninhalte zu vermitteln und zu überprüfen. Generell sollte die jeweilige Rolle des Lehrenden u.a. an das Niveau der betreffenden Online-Lernergruppe angepasst sein. Es stellt sich z.B. die Frage, wie vertraut die Gruppe mit der Nutzung der digitalen Medien ist. Ich denke, dass sich die Rolle von Online-Lehrenden durchaus von der Rolle Lehrender im Präsenzunterricht unterscheidet, da es immer etwas anderes ist, wenn die Schüler dem Lehrenden direkt gegenüber sitzen, als nur online präsent sind. Der Lehrende kann z.B. viel besser auf die Reaktionen der Schüler eingehen, kann z.B. anhand von Gestik und Mimik erkennen, ob etwas nicht verstanden wurde etc. und direkt ohne lange Verzögerungen darauf reagieren.

Auch ich halte die Beschreibung der vier Prototypen für nachvollziehbar. Meine Überlegungen in Aufgabe 2 haben ergeben, dass ich mich als Lehrender im Präsenzunterricht sowohl als Pädagoge, Fachexperte und Betreuer betrachte. Überschneidungen zu den vier Prototypen sehe ich beim Fachexperten, auf den die Beschreibungen des Wissensvermittlers und Experten passen. Insgesamt überwiegt aber meine Meinung, dass sich die Rolle von Online-Lehrenden definitiv sehr von der Rolle Lehrender in Präsenzsituationen unterscheidet. Weitere Unterschiede, ergänzend zu Hannas Beitrag, sind beispielsweise, dass das elektronische Betreuen eines Tutees nicht ort- und zeitabhängig ist, Inhalte nicht durch den Lehrplan bestimmt werden und die Lehrsituation eine genauere Beobachtung der Lernprozesse eines einzelnen Tutees erlaubt. Im Präsenzunterricht hingegen bereitet man seine Unterrichtsstunden inhaltlich und zeitlich strukturiert vor und ist daran interessiert, dass 30 Schüler denselben Lernprozess so durchlaufen, dass sie möglichst leistungsdifferenziert arbeiten.

Wochenaufgabe 31.10.08

Einsortiert unter: Erwartungen — Schlagworte: , — kathrin226 @ 2:39 nachmittags

Meine Vorsätze für den Austausch…

  • Schreibt anhand der Gruppengespräche zum GER (Referenzrahmen) und anhand der zum Thema entstandenen Wiki-Seiten eure guten Vorsätze für den Austausch in eurem Gruppenblog auf.

Da das Sprachniveau der Lernenden der Stufe B1 entspricht, nehme ich mir vor, klare Standardsprache und gebräuchliche Alltagssprache in den Texten, die ich schreiben werde, zu verwenden. Die Themen meiner Texte sollen sich aus dem persönlichen Interessensgebiet des Tutees ergeben, d.h. wir werden uns überwiegend über vertraute Dinge wie Universität, Freizeit usw. austauschen.

Meine Vorsätze für den Austausch…

Ich nehme mir vor, die Sprache meiner Kommentare, mails etc. dem Sprachniveau der Tutees anzupassen. Dabei werde ich ab jetzt auch darauf achten, nicht mehr als ein oder zwei Fragen in einem Komentar zu stellen, da wir unsere Tutees, wie sie geschrieben haben sonst etwas überfordern.
Durch den Einblick, den wir in der zweiten Sitzung in das Lehrwerk der Lerner erhalten haben, konnte ich mir ein Bild davon machen, wie weit die Tutees sind und mit welchen Themengebieten sie sich im Unterricht schon befasst haben bzw. gerade befassen (Lektion 6).
Auch nehme ich mir vor, in den Gesprächen in Bezug auf die Themenwahl auf die Wünsche und Interessen der Lerner einzugehen.

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